Ju-Jutsu meets Theater

Aus DJJV Technikum

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Auch wenn das Ju-Jutsu in den 60er Jahren in Deutschland gegründet wurde, gehen seine Wurzeln zurück bis ins alte Japan.

Damals waren die Kampfkünste, wie sie von den großen Meistern gelehrt wurden, noch sehr mit den bildenden Künsten verbunden. Im Laufe der Jahre fand jedoch nicht nur eine immer stärkere Spezialisierung auf einzelne Technikgruppen statt, sondern auch eine Ablösung von Dichtung, Malerei und den darstellenden Künsten.

Spuren dieser alten Verbindung, kann man jedoch auch heute noch finden. So profitiert das Ju-Jutsu in vielen Punkten von Elementen des Theaters. Sei es in Form von Rollenspielen in der Frauen-Selbstverteidigung und dem Kinder-Selbst-verteidigungssystem 'Nicht mit mir', sei es in der Darstellung bei Duo-Wettkämpfen und an Prüfungen oder in der Trainer-Ausbildung. Überall findet man Theater – nur ist man sich dessen nicht bewusst. Und wenn man sich einer Ressource nicht bewusst ist, kann man sie auch nicht zu 100% ausschöpfen.

Was ist nun aber Theater? Mit Theater assoziieren die meisten Menschen eine Bühne, einen Vorhang und Schauspieler, welche ein klassisches oder modernes Stück aufführen. Das ist Theater. Genauer: das ist eine Form des Theaters. Genauso wie der Wettkampf nur eine Form des Ju-Jutsus darstellt.

In der Theaterpädagogik ist die Aufführung das Ende eines langen Weges – ähnlich einer Ju-Jutsu-Prüfung. Auf diesem Weg hat man sich mit den unterschiedlichsten Dingen auseinander gesetzt:

  • mit Körpersprache
  • mit Bühnenpräsenz (Ausstrahlung)
  • mit Stimme, Atem und Artikulation
  • mit Wahrnehmung (ganz wichtig !)
  • mit der Psychologie der Rolle
  • mit der Aussage des gesamten Stückes
  • mit Improvisation (spontane Reaktion auf unvorhergesehene Handlungen)
  • mit Ensemble-Arbeit
  • etc.

Das alles sind Theater-Elemente. Und das sind auch die Bausteine, die man gewinnbringend im Ju-Jutsu einsetzen kann. Das Ziel meiner Projektarbeit ist nun, die Einflüsse des Theaters auf das Ju-Jutsu zu benennen, zu optimieren und zu ergänzen:

  1. Theater in Selbstverteidigungskursen
  2. Theater im Duo-Wettkampf und an Prüfungen
  3. Theater in der Trainer-Ausbildung / Kursleiter-Ausbildung
  4. Theater als Vereinswerbung / Verbandswerbung
  5. Fazit
Persönliche Werkzeuge